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Philicious

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Über Philicious

  • Geburtstag 13.09.1990

Profile Information

  • Geschlecht
    Männlich
  • Wohnort
    Köln

Freizeitparks

  • Lieblingsbahn
    Im Phantasialand: Black Mamba!
    Auf der Welt: Harry Potter And The Forbidden Journey
  • Lieblingspark
    Universal's Islands of Adventure, Orlando, Fl.
  • Lieblingsshow
    Moteurs... Action! Stunt Show Spectacular, Disney Studios

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  1. Philicious

    Can can Coaster soll wieder ummthematisiert werden

    Nach Sichtung des POVs, hier mein Senf: - Thematik finde ich unproblematisch; obwohl ich dabei nicht mitgehe, dass das Moulin Rouge einfach nur ein "Theater" ist, sonst wäre es ja nichts besonderes. Erotik lässt sich meines Erachtens Kindern aber auch spielerisch vermitteln, ohne bei Blümchen-und-Bienen anfangen zu müssen. Es sind halt hübsche Tänzerinnen, die für Männer tanzen. Ende. Wer Angst hat seinen Sprößlingen damit ein sexistisches Weltbild einzuimpfen, dem sei getrost gesagt, dass Piraten-Darkrides auch noch niemandem zum Plünderer, Mörder und Vergewaltiger gemacht haben. - Grundidee der 2D-Schwarzlicht-Deko ist sicherlich nicht verkehrt; erinnert an Rockin' Roller Coaster oder auch Superstar Limo - einen Nachtflug durch die Stadt. Auch hier ist fast alles gesagt: die Aufsteller sind etwas lieblos / wenig detailreich umgesetzt. Ein bisschen mehr Plastizität in den Aufbauten und etwas mehr mit unterschiedlichen Lichtquellen arbeiten, sowie die Gesamtanzahl der in der Halle verbauten Elemente erhöhen, dann hätte man denke ich schon viel erreicht. Sowohl die Station, der Trommel-Lift als auch die Schlussbremse sehen schon jetzt toll aus. (Werden wir letzteres auch mal im PHL sehen, oder sind wir auf ewig verdammt bei 60% der Bahnen im Dunkel geparkt zu werden?) - Was an der Kritik berechtigt ist: Obwohl die Qualität der Thematisierung, insbesondere der Warteschlangen, in den letzten Jahre rapide angestiegen ist im EP, schwingt für mich nach wie vor in Rust auch immer ein bisschen mit, dass man weniger hält als man verspricht - mit dem Hang dazu auch vor billigen Lösungen nicht zurückzuschrecken. Das Voletarium z.B. macht vor der Fahrt mächtig Eindruck, der Film ist im Kern aber einfach nur ein weiterer Soarin-Abklatsch. Der CanCan-Coaster ist relativ groß angekündigt worden, wenn dabei dann sehr eindimensionale Schwarzlicht-Deko, die es schon in den 80er und 90er gab, rumspringt - nun ja... ist es vollkommen überzogen, dass man vom Besten Freizeitpark der Welt nicht etwas mehr erwartet? Es ist fast ein bisschen naiv, dass man gemeint hat, damit beeindrucken zu können. - Welche Kritik überzogen ist: Ich sehe keinen Shitstorm. Zumindest keinen, der sich außerhalb der üblichen digitalen Welten abspielt. Wenn man nicht explizit danach sucht, bekommt man auch nichts mit. Deswegen wird der EP eher nicht in Image-Probleme geraten. Es ist doch mal wieder eher ein Sturm im Wasserglas. So dünnhäutig finde ich den Umgang mit der Kritik auch nicht: Man hat relativ schnell eingesehen, dass es den eigenen Ansprüchen nicht entspricht, ist sofort Verbesserungen angegangen und schaltet das Ganze wieder ein, wenn es stimmig ist. Wo ist der Fehler? @JayPeck: Ich glaube das Problem der überkritischen Erwartungshaltung, was Umthematisierungen angeht hat mehrere Gründe: Zum einen fällt das in den letzten Jahren einfach vermehrt auf, eben weil auch mehr Alt-Attraktionen denn je in letzter Zeit ein neues Gesicht erhalten haben. Python, CanCan, Universum der Energie, Mystery River, in den nächsten Jahren kommen Colossos und die RMC-Umbauten dazu. Zweitens, haben Renovierungen das Problem immer den internen Vergleich mit dem Vorgänger (und damit ganz viel Nostalgie) ausgesetzt zu sein, während Neuattraktionen erst einmal alleine strahlen können, ohne aus irgendeinem Schatten heraus treten zu müssen. Drittens, ist Marketing & PR sicherlich verbesserungswürdig: In den letzten zwei Jahren gab es nicht gerade ein Wettrennen um das heißeste Freizeitpark-Projekt in Deutschland, aber viele Umthematisierungen, die fast wie neue Attraktionen angekündigt werden (gab's bei Excalibur nicht sogar ein eigenes Presse-Event?) - ist es nicht verwunderlich, dass das die Erwartungshaltung beeinflusst? Das wir uns nicht missverstehen: eine Umthematisierung wird niemals das selbe finanzielle Budget bekommen, wie ein Neubau - wenn darüber trotzdem ganz groß berichtet wird (trifft bei CanCan für mich zu), dann verkauft man die Dinge eben auch über Gebühr und dann reichen den Gästen auch Schwarzlicht-Aufsteller nicht mehr.
  2. Hmmm... ich schließe mich den Vorrednern an. Ich finde nicht, dass dieses Abrechnungsmodell zum Produkt passt. Ein Besuch in einem Freizeitpark ist nun mal eine Tagesbeschäftigung - erst Recht wenn man die Anreisezeiten vom Großteil der Besucher mit einrechnet. Mal davon abgesehen, dass die Branche als Ganzes sowieso dahin tendiert die durchschnittliche Verweildauer der Gäste im Park zu erhöhen und nicht zu senken. Aus der Ferne betrachtet, ist die Nachfrage danach einen Themenpark stundenweise zu Erleben in meinen Augen so gut wie nicht vorhanden, da dies ein Verhalten ist, was man eigentlich nur von Jahreskartenbesitzern kennt, die dies auch nur machen, weil sie es eben können, ohne dass es zusätzliche Kosten auslöst. Also etwas was aus der Möglichkeit geboren ist und nicht etwas, das praktiziert wird, weil explizit danach verlangt wird. Der Selling-Point einer Jahreskarte ist Flexibilität durch unbegrenzte Besuchsmöglichkeit und nicht Steigerung der Attraktivität von Kurz-Aufenthalten (wobei das eine aber auf das andere hinausläuft). Es stellt sich aber die Frage, was man mit dem stündlichen Abrechnungs-Modell bezwecken will und ob es nicht doch Anwendungsbereiche gibt, wo das Sinn machen kann. Schlussendlich ist es auch immer eine Kosten-Nutzen-Abwägung. Angenommen, das App-basierte System ist verhältnismäßig günstig in der Entwicklung (z.B. weil man sowieso eine Park-App entwickelt und diese Funktion dann integriert) und Unterhalt (weil man auf bestehender Technik-Infrastruktur aufbaut), dann könnte selbst ein Strom aus Kleckerbeträgen am Ende zu einer guten Einkommensquelle werden. Ich tue mich aber schwer damit ein richtiges Anwendungsgebiet zu finden: Diese Abrechnung nach Zeit hat in meinen Augen nur die Vorteile "absolute Kostenkontrolle" und "Unverbindlichkeit/Flexibilität" - so etwas wie ein "unverbindliches Kennenlernen/Schnuppern". Wenn es voll ist oder nicht gefällt, dann geht man halt wieder ohne ein schlechtes Gewissen wegen des Eintrittspreises haben zu müssen. Aber wer plant einen Freizeitparkbesuch schon so flexibel? Das kann sich allerhöchstens das Stammpublikum ohne lange Anfahrtswege erlauben - es wäre also der Versuch das Butter-und-Brot-Geschäft ein wenig mehr zu melken. Wie bereits erwähnt, dürfte dies eher kleineren Parks, die von der unmittelbaren Region leben besser in die Karten spielen, als ein Park in der Größenordnung des Phantasialands, welches seine Zukunft überregional sucht. Wenn man ein "neues" Bezahlmodell für die Gäste will, die nur auf einen "Abstecher" vorbei wollen, könnte man ja auch wieder Halbtagestickets für 20 - 30 € einführen. Dass man diese aber schon vor langer Zeit abgeschafft hat, zeigt eigentlich schon ganz deutlich wo der Hase lang läuft. Der einzige Bereich, wo ich das Stundenweise-Abrechnen für wirklich sinnvoll erachte ist in Freizeitpark-Resorts mit Multi-Gate-Tickets. Es gibt ja den ein oder anderen Mutterpark, der sich einen etwas verkümmerten Schwesternpark gönnt, der nicht ganz für einen kompletten Tagesbesuch ausreicht und auch ansonsten mit der Auslastung zu kämpfen hat (Disney Studios *hust* Ferrari Land *hust*). Ich kann mir vorstellen, dass eine stundenweise Abrechnung schon attraktiv wäre für Besucher denen Park-Hopper-Pässe zu teuer sind und die ansonsten ganz auf den Zweitpark verzichtet hätten. Besuchern denen dieses finanzielle Extra-Commitment in einem eh schon teuren Familienurlaub einfach zu kostspielig ist, die sich aber auf "schnuppern" einlassen würden. Auch als alternatives Bezahlmodell für den Business-to-Pleasure-Bereich, fände ich es nicht verkehrt. Soweit ich weiß ist der Parkeintritt bei Tagungen im PHL immer mit enthalten, aber eventuell lässt sich der ein oder andere Firmenchef mit der Illusion der Kostenkontrolle locken, wenn der Parkeintritt stündlich optional zubuchbar ist. Auf der anderen Seite: Wer tagt schon in einem Freizeitpark ohne was vom Freizeitpark zu sehen? Wo bleibt dann das "Pleasure" bei "Business to Pleasure"? Grundsätzlich finde ich es aber gar nicht verkehrt mit anti-zyklischen und kontra-intuitiven Trends zu spielen. Immer wenn eine Branche auf eine Karte setzt (Naherholungsziel), tun sich dort Möglichkeiten auf, wo keiner hinguckt - in diesem Fall so etwas wie "Drive-In-Kunden". Ganz persönlich sehe ich einen solchen Trend in der Zukunft der Bezahlmodelle, was die Benutzung von komplexen Instrumenten angeht, die man sonst eher aus der Finanzbranche kennt - nur eben so, dass es Lieschen Müller auch versteht. In erster Linie denke ich hierbei an Optionen, Versicherungen und die Aussicht auf Kostenersparnis/finanziellen Gewinn für den Kunden. Die Idee ist immer die gleiche: Man macht sich die schwankende Nachfrage bei gleichzeitig fixen Preisen zu Nutze: Genau wie bei Billigfliegern, gibt es starke Rabatte auf Tageskarten, die lange im Voraus (mind 1 Jahr) gebucht werden. Damit lockt man auch Familien von weit außerhalb, die ihren Urlaub bspw. sowieso ein Jahr im Voraus buchen. Die eigentliche Haken jedoch ist, dass man das Tagesticket nicht direkt kauft, sondern eine OPTION darauf - die nicht personengebunden ist und sich weiterverkaufen lässt. Sprich: Wenn es ein Jahr später im Familienurlaub dann doch woanders hingehen soll, kann ich das Ticket (virutell) kurzfristig zu einem nur noch leicht rabattierten Preis an Dritte (niemals mehr als an der Tageskasse) oder gegen einen kleinen Aufpreis ("holding fee", "Reservierungsgebühr") ans PHL zurück verkaufen. Die Plattform für den Kartenverkauf wird hierbei vom PHL gestellt und verwaltet (quasi eine Tickettauschbörse). Außerdem verdient der Park durch geringfügige, prozentuale Transaktionsgebühren (Geschäftsmodell PayPal & Ebay). Hierbei gibt es eigentlich nur Vorteile: Die Besucher haben die Option auf stark rabattierte Urlaube bei relativer Freiheit von Stornogebühren und bei Privatverkauf sogar die Aussicht auf finanziellen Gewinn; der Park kann Auslastungen frühzeitig steuern und sogar am ein und denselben Ticketverkauf mehrmals verdienen. Freiredend bedarf es einiger Feinjustierungen und Schutzmechanismen gegen Schwarzmarkt und Hamsterkäufe, sowie Sperrkontingente für die Tageskassen. Vom Grundkonzept her finde ich es aber vielversprechend: Stellt euch vor im allbekannten Saison-Kalender auf der Freizeitpark-Webseite stehen zu den jeweiligen Tageskartenpreisen, so etwas wie ein "Gebrauchtpreis" für ein Ticket aus der hauseigenen Ticketbörse - funktioniert bei Amazon doch auch. Wie hoch die jeweiligen Rabatte ausfallen, wird von der Tauschbörse automatisch gesteuert anhand von preisrelevanten Kennzahlen: insb. generelle Nachfrage (Saison); akute Nachfrage (Nähe von Kaufdatum zu Eintrittsdatum). Ich bin mir sicher, dass wir solche Entwicklungen in den nächsten 15 Jahren bei sämtlichen Großveranstaltungen sehen werden - einfach weil es den gesellschaftlichen Drang zu mehr Spontanität, größerer Wahlfreiheit (Vielfalt) und Preisflexibilität gibt. Die Bundesliga wird viagogo bestimmt nicht einfach das Feld überlassen. Ich wollte eigentlich noch zu einem optionalen Produkt, was ich "Wartezeiten-Versicherung" (Preis 5 €) nenne schreiben: In einer nahen Zukunft, wo jeder Besucher individuell über einen ganzen Tag getrackt werden kann (gibt schon einige Supermärkte, wo das praktiziert wird), lässt sich ermitteln wie viel Zeit jeder Besucher mit Anstehen verbracht hat. Übersteigt diese ungenutzte Zeit einen Grenzwert (länger als 75% der Tagesbesucher), gibt es einen automatischen Rabatt (>50%) auf den Kauf der nächsten Eintrittskarte/paket. Dahinter steckt eine Art automatisiertes Qualitäts-/Zufriedenheitsmanagment und letzten Endes eine als Kulanz versteckte Up-Sale-Möglichkeit. Ich finde es deshalb attraktiv, weil sich mit einem "Schutz vor Schlangestehen" im Freizeitparkkontext gut werben lässt und man vergleichsweise hohe Rabatte gegen ein kleines Aufgeld in Aussicht stellen kann. Am Ende ist es aber im Versicherungsgeschäft wie beim Glücksspiel: Einsätze und Auszahlungen sind so kalkuliert, dass am Ende immer die Bank gewinnt; für den Kunden zählt nur die Absicherung gegen den Super-Gau, was insbesondere für Urlaubsgäste interessant sein könnte. Jetzt habe ich aber genug rumgesponnen, der Text ist viel länger und mehr OT geworden als er sollte . Vielen Dank fürs Mitlesen
  3. Philicious

    [Fantasy] Temple of the Night Hawk

    Zum Vergleich Vogel Rok vs TOTNH fällt mir nur ein: Alles ist besser als nichts. Und sei es nur der Versuch. Unser Nachtfalke ist schön lang und fährt sich eigentlich noch ganz angenehm, aber alles in allem wird die Bahn von uns Hardcore-Fans doch deutlich überhöht. (Ehemaliges) Potenzial alleine reicht doch nicht. Die Kritik an der Attraktion, bzw. präziser ausgedrückt die Kritik am Park über die Behandlung der Achterbahn, ist mehr als gerechtfertigt. Was kann man schon über den Tempel sagen, was nicht fast jeder andere Indoor-Family-Coaster auch irgendwie bietet (außer Länge)? Die einzigen Gründe warum TONTH in diesem Forum so polarisiert, ist die Diskrepanz zwischen der glorreichen Space-Center-Vergangenheit und der tristen Nachtfalken-Gegenwart; das ungenutzte Potenzial, welches sich aus Fahrtdauer und der großen Halle ergeben; sowie der einfache Umstand, dass es vom praktizierten Gesamtkonzept her die seit langem schlechteste Achterbahn im Park ist. Ansonsten wäre die oft gelesene Nachricht in diesem Thread, dass die Warteschlange an vollen Tagen dann doch sogar mal länger ausfällt, ja keine Sondermeldung wert. Ich tue mich ein bisschen schwer damit, dass wir uns seitenlang selbst kleinste Verbesserungen für den Tempel wünschen (Tarnnetze etc) und dann die Schwesterbahn, die ein bisschen mehr macht als nur "kleine Verbesserungen", so ein schlechtes Zeugnis ausgestellt bekommt. Dann scheint der Park mit seinem Umgang mit dem Tempel ja doch richtig zu liegen: ganz oder gar nicht. Oder meinst du doch, dass bei deiner Empfindung höhere Erwartungshaltung und ein hier natürlich herzlich willkommener Beschützerinstinkt gegenüber dem Heimatpark vielleicht eine Rolle gespielt haben, @Schlussbremse? Nach weit über 10 Jahren verschlägt es mich in 2 Wochen auch nochmal ins Efteling, vielleicht bin ich nach einer erneuten Fahrt mit Vogel Rok auch ein größerer Tempel-Fan als ich es vorher war. Ich bin mal gespannt.
  4. Philicious

    Alles Gute zum Geburtstag!

    @Ruechrist! Vielen Dank, hat mich sehr gefreut! Ich finde es sehr lobenswert, dass du das für jeden hier im Forum machst und auch die Neulinge immer willkommen heißt! Chapeau!
  5. Ich denke wir liegen mit unserer Meinung doch gar nicht so weit auseinander, @Aufklärer. Außerdem freue ich mich darüber, dass mir mal jemand Kontra gibt und sich nicht von meiner Schreiblust erschlagen lässt Du sagst ja selbst, dass der (einzige) Vorteil der Six Flags Zeit war, dass der Park weitestgehend im Originalkonzept weiter geführt werden konnte und nichts anderes sage ich auch. Für mich als Besucher war der vordergründige Eindruck maßgeblich und WBMW war nun mal der erste und bisher einzige richtige, großkalibrige Film-Park in Deutschland mit allem was dazugehört: Lizenzen, Special Effects, Dark Rides und Shows mit starkem Filmbezug. Eine Thematik mit hoher Anziehungskraft - wie Universal beweisen sollte. Ich war und bin einfach nur dankbar, dass erlebt haben zu dürfen - und mit Six Flags halt ein bisschen länger (doppelt so lang). Aber natürlich, das Fundament für den Niedergang des Parks ist damals schon gelegt worden. Der Park wollte mit den Großen bellen und war substantiell eher ein kleines Licht. Soweit so gut - die Bauschaum-Geschichten sind denke ich auch so weitestgehend bekannt. Wie sehr die Substanz zur Warner Zeit schon gebröckelt hat, vermag ich in der Tat nicht zu beurteilen - aber ich vertraue dir da und deinen Recherchen, es macht ja auch einfach Sinn das der Fusch damals angefangen hat und erklärt die spätere Entwicklung. Trotzdem finde ich, dass du auch nicht ganz sauber bist in deinem Six Flags Urteil: Zum einen klagst du an, dass Six Flag Neuinvestitionen "sinnloser" ,"billiger Thrill" waren und später führst du das selbe Attraktions-Line-Up an und sagst, dass es den Park im Vergleich zur Warner Zeit bis 1999 attraktiver gemacht hat. Was denn nun? Zweifelsohne kann man aber festhalten, dass der Attraktionsstandard mit Six Flags gesunken ist (musste er ja), aber bei der Bewertung von SLC und Co. schwingt mir allgemein im Internet ein bisschen zu viel Rückbetrachtung mit. Das Thema SLC ist in meinen Augen das größte Trittbrett, welches es in Freizeitparkforen gibt. Im Jahre 2000 einen SLC zu bauen war für einen Park, der einerseits massive Probleme mit den laufenden Kosten hatte, anderseits zusehen musste wie er die hochgesteckten Besucherziele zur Refinanzierung erreichen kann, gar keine so dumme Idee. Etwas spektakuläres kaufen, dafür aber von der Stange, damit man sich es leisten kann - irgendeinen Kompromiss musste man ja eingehen und wie hätte man damals schon wissen sollen, dass das Schienenprofil später einmal Probleme bereitet? Ein Inverted Coaster war damals in Deutschland ja noch etwas relativ neues und spannend auch wenn es mit Limit schon ein baugleiches Exemplar im Heidepark gab. Gleiches gilt meines Erachtens auch für die Beobachtung, dass die Investitionen damals besser in Rennovierung hätten fließen müssen, weil das auch nur eine Beurteilung ist, die sich aus der Rückbetrachtung ergibt. Selbst wenn bauliche Mängel schon damals nach außen hin ersichtlich wurden, ist immer noch die Frage ob man mit einer Kompletterneuerung wirtschaftlich Erfolg gehabt hätte. Im Allgemeinen ist es ja keine ganz so einfache Frage ob man in wirtschaftlichen Krisenzeiten besser konsolidiert oder expandiert - in der Volkswirtschaftslehre ist das eine der zentralen Streitfragen. Six Flags hat aber letztlich aufs falsche Pferd gesetzt - vor allem weil man weiterhin zu ambitionierte Ziele für den Standort hatte bei gleichzeitig stiefmütterlicher Behandlung. So sehr ich Sympathie für deine Ansicht habe, dass Star Parks den Standort erst wieder auf Vordermann gebracht hat - ich habe ja auch mehrmals betont wie wichtig die Konsolidierungsphase war - so sehr muss ich das aus damaliger Besuchersicht ablehnen. Auch wenn Star Parks keine "Schuld" trifft - man hatte ja kaum eine andere Wahl als ohne Lizenzen weiter zu machen - der Schock, dass "über Nacht" etliche Attraktionen stillgelegt und entthematisiert waren und dieser doch einst stolze und spektakuläre Filmpark auf einmal im sehr nackten Gewand daher kam, hallt bis in die Neuzeit nach und dieses "Erlebnis" ist nun einmal stark mit dem damaligen Betreiber verbunden. Aber du hast Recht, ohne die Arbeit von Star Parks hinter den Kulissen wäre die positive Entwicklung der letzten Jahre auch nicht möglich gewesen. Man sollte jede Entwicklung als dynamischen Prozess sehen und nicht als in Stein gemeißelte Kapitel.
  6. Philicious

    Kuriositäten im Park

    Mir geht's ähnlich wie @Akasha. Ich fand das eigentlich immer ganz schön stimmig im Dunkeln mit all den Lichterketten. Ich hab allerdings nie dort gesessen oder gar was gegessen, sondern bin (wie alle?) von der HT immer schnurstracks zum Ausgang. Trotzdem ist die Atmosphäre positiv in Erinnerung geblieben. Ich kann mir aber vorstellen, dass der gute erste Eindruck auch schnell schwindet, wenn man da länger sitzt und im Minuten-Takt die Achterbahn über einem donnert und Menschengruppen an deinem Tisch vorbei geschleust werden. Das ist aber auch immer so eine Sache des persönlichen Geschmacks mit diesen Indoor-Attraktions-Restaurants. Da sind denke ich alle Meinungen von "Da hockt man doch nur in einer angemufften, lauten Blechhalle" bis "Voll geil, in so einer Kulisse essen zu gehen" irgendwo legitim. Als Vergleich dazu fällt mir auch noch das "berühmte" Restaurant ein, welches sich in der Anfangsszene von Pirates of the Carribbean befindet. Früher habe ich im DLP dort in der ehemaligen Blue Lagoon zu Abend gegessen und fand es mega geil. Auch als Gast von Pirates fand ich es immer magisch aus dem Boot zu sehen wie die Kulisse der Themenfahrt mit den echten Menschen im Restaurant verschmilzt. In Rust fand man das Konzept bekanntlich ja auch ganz gut... Ist aber am Ende immer auch eine Frage der Umsetzung und um welche Attraktion es sich handelt. Obwohl der Up-Sale-am-Ausgang eine oft kritisierte Entwicklung der Freizeitparkbranche ist, gefällt mir das eigentlich jedes mal ganz gut. Es ist zwar schamloser Kommerz und funktioniert sicherlich auch besser in Parks, die mit bekannten IPs arbeiten, aber es ist auch einfach schön, wenn man beim Verlassen einer Attraktion noch ein bisschen in der Atmosphäre gehalten wird, anstatt aus einem dunklen Gang einfach auf die Straße gespuckt zu werden. Es muss ja auch nicht immer der Gift-Shop sein. Für diese Aussage muss ich mich vielleicht später entschuldigen, aber ich finde das mit dem "Museum" bei der Silver Star gar nicht so schlecht gelöst . Klar, ist es die Bahn, die wie fast keine andere in Deutschland für den absoluten Verrat an Themengestaltung gilt, aber man muss Ihnen auch lassen, dass sie sich dem Thema - so kommerziell es auch geprägt sein mag - wenigstens verschrieben haben. Anstatt einfach nur Mercedes-Sponsoring an den Schriftzug zu klatschen, gibt es eben dieses "Museum" wo man sich nach der Fahrt mit dem Thema weiter beschäftigen kann, wenn man denn möchte. Auch gibt es in Amerika in den Filmparks nach den Attraktionen oft eine Art Prop-Room, wo Requisiten zu den entsprechenden Filmen ausgestellt werden - auch cool. Aber im Phantasialand machen da als Up-Sale-Möglichkeit eigentlich wirklich nur Restaurants oder gut thematisierte Foto-Verkaufsräume Sinn. Das Tacana ist ja fast schon so etwas wie ein Restaurant in der Attraktion und wenn man auch die Museums-Strategie verfolgen möchte, ließe sich der Ausgang der Black Mamba dazu nutzen, OG-African-Kunsthandwerk des Künstlerdorfs mit dem man kooperiert auszustellen. Verkauft sich dann vielleicht auch besser, wenn man den Gift-Shop 30 Meter später sieht.
  7. Philicious

    [Fantasy] Temple of the Night Hawk

    So hätte der Tempel auch von Innen aussehen können / müssen ... (... dafür hört er sich besser an )
  8. Sehr guter Hinweis. Ich habe das in meinen Beiträgen auch nicht genug differenziert, deshalb zur Vollständigkeit: Es ist zwar etwas heikel solche Aussagen zu formulieren ohne das Zahlenwerk zu kennen, aber du hast Recht: um den laufenden Betrieb zu sichern, macht es nicht den Eindruck als müsste der Park erweitern. Die Besucherzahlen sind seit Jahrzehnten scheinbar stabil um die 2 Mio Marke , es handelt sich um einen der ältesten, bekanntesten und besucherstärksten Parks Deutschlands, die Einnahmen sind da und bei ordentlicher Betriebsführung - und davon ist bei 50 jährigen Bestehen auszugehen - dürfte der Park nicht in Schwierigkeiten geraten. Ein Stein im Brett, ein Selbstläufer. Jetzt kommt das große "Aber": Der Park investiert in einem so hohen Volumen und über einen so einen langen Zeitraum, dass man nicht davon ausgehen kann, dass es alleine um Absicherung der Marktposition geht oder "normale" Innovation. Es sind ja nicht nur die EP-Fanboys, die sich fragen, ob das Phantasialand den Goldtopf am Ende des Regenbogens gefunden hat. Auch ohne Fanbrille kann man erkennen, dass spätestens seit 2012 (für mich schon seit 2006) die Projekte in Brühl eine finanzielle Dimension erreicht haben, die die der Parks mit ähnlicher Besucherzahl deutlich übersteigen und sogar Parks überbieten, die eigentlich komplett außer Reichweite liegen. DESHALB ist der Wachstum notwendig. Ansonsten stellt sich die Frage warum es nicht alle so machen. Beim Toverland würde doch auch keiner widersprechen, dass die vielen Projekte der Vergangenheit dazu dienen den Park wachsen zu lassen. Natürlich wird die Finanzplanung vorm Attraktionsbau gemacht, Herr Löffelhardt wird schon wissen wie er all das bezahlen will. In einem meiner ersten Beiträge in diesem Forum habe ich schon fabuliert wie das alles funktionieren kann: angefangen beim niedrigen Leitzins; über Geldreserven, die eigentlich für die Erweiterung gedacht waren bis hin zum Verkauf des Mirabilandia durch Löffelhardt sen. (so viel zum Thema: Parks kaufen andere Parks). Trotzdem investiert man nicht in dem Maße um auf der Stelle zu treten, das würde mich doch sehr stark wundern. Nur unter dem Kontext der deutlich gestiegenen Ambitionen kann der Park nicht so klein bleiben wie er ist, ansonsten läuft er natürlich wie geschnitten Brot. Aber dein Hinweis mit dem Artikel, dass kleinere Parks anscheinend einfacher sind profitabel zu halten ist wichtig! Denn es zeigt welches gewaltige Risiko mit gestiegener Ambition verbunden ist. Stimmt die Auslastung nicht, endet das schnell im Fiasko (schöne Grüße ans Ex-Warner Bros. Movie World). Obwohl man dazu sagen muss, dass der Artikel sich mit "großen Parks" auf die Mega-Parks von Disney und Universal bezieht mit Billionen(!) US Dollar Entwicklungskosten. Natürlich haben diese Parks viele höhere Overheads (insb. Hotels), die erstmal getilgt werden müssen. Ich bin mir noch nicht mal sicher ob das PL mit 200 - 500 Millionen USD Umsatz die im Artikel genannte Definition eines regionalen Parks erfüllt; dass der durchschnittliche Parkbesucher im PL den Doppelten (unrabattierten) Parkeintritt umsetzt finde ich trotz Querfinanzierung durch Gastronomie, Hotel- und Eventgäste etwas sportlich. Dem entgegengesetzt sind ja auch Rabattaktionen, Jahrespässe, Kindertickets, Selbstversorger etc... Schwierig zu bewerten so ganz ohne Infos. Zuletzt will ich auch noch darauf hinweisen, dass der im Artikel genannte ROI ein relativer Wert ist. Wenn Disney bei einem Investitionsvolumen von 4 Billion USD, 2% Return on Investment macht, verdient der Konzern 80 Mio. USD. Ein kleiner Park mit einem Investitionsvolumen von 25 Mio. USD, aber einem ROI von 25% verdient "nur" 5 Mio Dollar. Und dann interessiert am Ende reichlich wenig, dass die 75 Mio Mehrgewinn mit viel höherem Kapitaleinsatz generierte wurde. Gewinn ist Gewinn. Das ist in der Filmbranche genauso.
  9. Es sind natürlich nur Gedankenspiele, aber hier meine Bewertung von möglichen Verkaufsszenarien: - Disney & Universal: 0% Chance. Viele würden sich das wünschen, weil das dem eigenen Selbstverständnis nach wohl "die Einzigen" sind, die den qualitativ hohen Theming- und Attraktions-Standard fortsetzen und ausbauen könnten. Die Branchenprimusse kaufen aber wohl eher die grüne Wiese als einen fertigen Park - möge er auch noch so interessant sein. Auch fürs Portfolio nicht. - Merlin & Parques Reunidos: 40 %. Die zwei europäischen Freizeitparkschwergewichte muss man einfach auf dem Schirm haben, da sie in der Vergangenheit bereits bewiesen haben nicht die Akquise eines etablierten Parks zu scheuen. Das Phantasialand wäre da sicher eine Premium-Ergänzung fürs Gruppen-Portfolio. Allerdings ist die Frage, ob man diesen Gruppen für den Standort realistische Wachstumspotenziale verkaufen kann, was ohne politische Garanten unmöglich sein wird. Wenn aber bereits die Diskussion um die Zukunft des Phantasialand öffentlich ausgebrochen ist und dem Park ohne Übernahme die Schließung droht, könnte ich mir vorstellen, dass man in Düsseldorf auch erfreut über einen erfahrenen Betreiber wäre und so Zugeständnisse anbietet, um den größten Freizeitpark des Landes zu retten. Ich kann mir aber vorstellen, dass die Löffelhardts sich hierbei querstellen könnten: Das das eigene Lebenswerk nur noch Beiwerk in einer Gruppe wird und wohlmöglich von typischen Konzern-Konsolidierungsmaßnahmen abgewirtschaftet wird, stelle ich mir nicht als attraktive Perspektive für die ehemaligen Betreiber vor. Auch wir Fans hätten wohl Angst bei dem Einstieg einer solchen Gruppe - gibt das den Heidepark 2.0? Aber was ist wenn die einzige Alternative Schließung ist? - Freizeitpark-Gruppen aus Asien und Amerika (Wanda, Cedar Fair etc): 15%. Das PL wäre mit Sicherheit ein interessante Anfangsakquise um in einen fremden Markt einzusteigen. Ein wirtschaftlicher Selbstläufer als Stein im Brett für die zukünftige Expansion. Auch das nötige Investitionsvolumen und selbstbewusste Entwicklungspläne könnten die Politik mehr überzeugen als es dem Familienunternehmen gelungen ist - ein großer Wurf könnte die Politik vielleicht umstimmen. Man darf ja nicht vergessen, dass sich Kommunen eigentlich darum bemühen derartige Cash-Cows und Publikumsmagneten anzusiedeln. Aus Verkäufersicht überwiegen die selben Ängste zu einer "Gruppenlösung" wie bei Merlin un Co. Wird man dem Phantasialand gerecht, wenn es sich wirtschaftlichen Gruppenzwang unterziehen muss? Bei einer EU-ausländischen Gruppe gäbe es zusätzlich noch Bedenken wie groß das Bekenntnis zum Standort ist und ob die Marktkenntnis im europäischen Markt vorhanden ist. Es gab ja mit Six Flags schon ein Negativ-Beispiel in Europa. - Investoren-Gruppe 25%: Im Gegensatz zu ausländischen Gruppen halte ich ein Interesse am Phantasialand durch Investoren wahrscheinlicher. Auch hier dient der Movie Park wieder als Negativ-Beispiel dafür, dass sich immer jemand finden lässt, der bereit ist bestehende Substanz zu Geld zu machen - vor allem wenn der mittelfristige Weiterverkauf das eigentliche Ziel ist. Ein Investoren-Einstieg trägt eigentlich immer den Beigeschmack, dass es in erster Linie um finanziellen Erfolg geht - und das Phantasialand im Sparkorsett zu sehen, würde einigen Fans sicher schmerzen. Andererseits ist die entscheidende Frage, um welche Investoren es sich handelt: Genauso gut gibt es sich um wohlhabende "Gönner" aus der Region, denen es in erster Linie darum geht den Standort zu erhalten und in zweiter Linie ums Geld verdienen. Ist bei Museen auch nicht komplett unähnlich. Es stellt sich zusätzlich die Frage woher die Investoren die Expertise für den Betrieb eines Freizeitparks hernehmen wollen. Eine Investoren-Lösung wäre die große Wundertüte, es kommt auf die Personen an, die sich zusammen tun. - Stiftung (wie Efteling): 40% Chance. Der Park in Holland ist von Anfang an als Projekt mit kommunaler Einbindung geplant worden. Bürgermeister, Filmemacher und natürlich der Künstler Anton Pieck wollten einen hochwertigen Naherholungspark für die Region schaffen. Der Schwerpunkt liegt seit jeher auf Thematisierung und Themenfahrten; auch hier fing man als Märchenpark an - die Parallelen zum Phantasialand gibt es. Das Stiftungsmodell stellt für mich eine vielversprechende Lösung da, weil Efteling als Park mit ähnlicher Ausrichtung unter diesem Modell aufblühen konnte. Es gibt kein Geschäftsmodell was sich langfristiger zur Erhaltung des Parks und dem Standort bekennen könnte. Ob sich die Politik den Klotz Phantasialand ans Bein binden möchte, nachdem man ihm Jahrzehntelang eher Steine in den Weg gegelegt hat, bleibt aber die große Frage. Wenn in der Schicksalsfrage aber wirklich einmal öffentlicher Druck entstehen sollte, kann ich mir aber auch eine 180°-Wende der Politik vorstellen. Die Gesellschaftsanteile in eine Stiftung zu überführen wäre auch die einzige Lösung, wie die Löffelhardts zwar nicht verkaufen, aber ihr Lebenswerk absichern könnten - dann gäbe es aber keine Kohle, was Auswirkungen auf die Lebensabendplanung von Robert und Manuela hätte. Das ewige Phantasialand mit dem Stellenwert eines Tivoli - das hätte bestimmt Charme. - Übernahme durch andere Parks (insb. Efteling / Europapark): 15%. Ehrlich gesagt ist es eher unrealistisch, dass diese beiden doch sehr auf sich fokussierten Parks in der Akquise tätig werden würden, aber da beide Parks der Premium-Nische angehören und sich in direkter regionaler Konkurrenz zum Phantasialand befinden, wäre der Park mit Sicherheit ein interessantes Objekt. Die Macks könnten Besitzer der zwei größten Freizeitparks Deutschlands werden und als Besitzer eine deutlichere Differenzierung (mehr Thrill? mehr Fantasy?) zum Europapark herstellen, um sich nicht selbst Konkurrenz zu machen. Efteling ist wohl der Park, der der (ursprünglichen) Philosophie des PLs am nächsten ist und damit ein sehr geeigneter Nachfolger wäre. Wenn sich eine dieser Parks von seinem Einzelschicksal verabschieden möchte und man sich in einer Gruppe als feste Größe im Freizeitpark-Premium-Segment in Europa neben Disney etablieren will, gibt es wahrscheinlich kein interessanteres Akquiseobjekt als das Phantasialand. Es ist aber fraglich ob beide Unternehmen ihre wirtschaftliche Zukunft in der Gründung einer Freizeitparkgruppe sehen. Aus Fan-Sicht, meines Erachtens keine uninteressante Perspektive. Mehr fällt mir nicht ein
  10. Für mich bleibt einfach die Hauptfrage welchen Masterplan die Geschäftsführung hat. Es wirkt eigentlich so als hätte man sich damit abgefunden, dass keine Erweiterung kommt. Zu wenig Presse, zu wenig Bewegung; kein Druck, kein ersichtliches Interesse. Wenn man überhaupt etwas erkennen kann, dann dass man sich auf den Plan B, den Park komplett umzubauen, versteift hat. Es gibt eigentlich wenig Anzeichen dafür auf externe Flächen zugreifen zu wollen, mal von der Obstwiese abgesehen. Die Frage ist einfach nur wie sie all das finanziell stemmen wollen, wenn dabei kein nennenswerter Wachstum herausspringt - gemessen an den Besucherzahlen. Das muss es auch gar nicht, weil das Phantasialand auf ein ganz anderes Gesamterlebnis abzielt, und auch abzielen muss. Das sehe ich anders. Ich verstehe zwar, dass du mit dem "anderen Gesamterlebnis" ein insgesamt hochwertigeres Erlebnis meinst, aber man darf die Nische auch nicht so eng fassen, dass sich nur noch das Phantasialand darin befindet. Efteling, Alton Towers und Port Aventura sind Freizeitparkaushängeschilder ihrer Länder und des ganzen Kontinents, die preislich in der selben Liga spielen wie unser Favorit aus Brühl. Wenn man inzwischen regelmäßig Investitionen tätigt, die denen der anderen Parks gleichen oder übersteigen, wie könnte man sich da nicht in direkter Konkurrenz zu einander befinden? Ich kann doch nicht seit Jahren bauen wie sonst nur Disney, aber langfristig in Sachen Besucherzahlen in Gegenden unweit des Movie Parks rumdümpeln. Wie soll das funktionieren? Den vergangenen Aussagen der Geschäftsleitung folgend, wonach der Ausbau zum Naherholungsgebiet (für die Branche) unausweichlich ist, und passend zur zunehmenden Entwicklung ins Premium-Segment, kann es eigentlich keine Alternative zu Wachstum durch überregionale Kundschaft geben. Dieser Park hat als Brühler Märchenpark angefangen, wenn er das aber bleibt, dann stirbt er. Chiapas, Klugheim und Rookburgh werden nicht gebaut damit die ewig selben Gäste aus Rheinland, Pott und Sauerland ein bisschen Abwechslung bekommen, das muss man einfach sehen. Eine Sternerestaurant lebt auch nicht nur von der Kundschaft im direkten Umkreis. Unter Berücksichtigung dieser Aspekte ist mir schleierhaft wie Mr. Phantasialand es schaffen will diesen Spagat aus deutlich gestiegener Ambition, bei hohem finanziellen Risiko ohne Flächen- und Kapazitätserweiterung langfristig stehen zu wollen. Manch einer wird mir übersteigerte Erwartungshaltung vorwerfen, aber ich finde eine der Hauptkritikpunkte die man RL vorwerfen kann ist, sich über die Jahre nicht offensiv und öffentlichkeitswirksam genug für die Erweiterung eingesetzt zu haben. Bei solchen Projekten braucht es Gallionsfiguren und öffentliche Sprachrohre, erst recht wenn man es mit Gegenbewegungen zu tun hat - aber diese gibt es auf Seiten des Phantasialands nicht. Wenn Wallraff irgendeine reißerische Reportage gedreht hat oder irgendein Ex-Saisonmitarbeiter auf Reddit ein Interview gibt, dann sitzt er am nächsten Tag in der Bild-Redaktion um Krisenmanagement zu betreiben und das Saubermannimage zu erhalten. Wenn es aber darum geht proaktiv Werbung für den Park zu machen; den Stolz, die Bedeutung und Freude über das eigene Lebenswerk zu teilen und damit Standortsicherung zu betreiben, sieht man ihn gar nicht. Die Macks machen das meinem Vernehmen nach anders. Ich sehe da auch durchaus Parallelen zur allgemeinen Marketing-/ Informationspolitik: Man wäre gerne der beste Park Deutschlands und nimmt den Park Scout Award als Anlass, das auch als Statement selbstbewusst in die Welt hinauszuposaunen. Obwohl es einige gibt die sich an dieser Arroganz stören, ist das ein Vorgang der soweit branchenüblich ist. Mein Kritikpunkt daran ist, das nach Außen hin zuviel verkauft aber zu wenig mitgeteilt wird. Besser als darüber zu reden, dass man der Beste Freizeitpark Deutschlands ist, wäre es das zu zeigen / beweisen. Wie ihr wisst, war und bin ich immer der Meinung gewesen, dass es dafür keine bessere Gelegenheit gegeben hätte als die kreative Arbeit, den Hirnschmalz und das Herzblut welche in die Entwicklung und den Bau des ersten Launched Flying Coasters der Welt geflossen sind zu teilen. Es gibt keine bessere Werbung als Leidenschaft. Politiker sind aber diejenigen, die durch Gesetzeserlässe das geltende Recht bestimmen. Gesetze werden im Parlament bestimmt, im Gericht werden sie ausgelegt. Und Parlamente werden von der Bevölkerung, von öffentlichen Debatten bestimmt. Dass Naturschutz wertlos ist, wenn Entscheidungen dazu revidiert werden können, ist meines Erachtens auch großer Unfug der von Aktivisten erzählt wird. Es gibt immer die Einzelfallbetrachtung und das Gesamtbild. Und das morgen der Naturschutz untergeht und alle Schutzgebiete wie Domino-Steine fallen, sobald im Phantasialand der Ententeich bebaut wird, ist Teil der größtenteils emotionalen bis hysterischen Argumentationsweise der Ausbau-Gegner, auf die man sich gar nicht erst einlassen sollte. NRW als Industrie-Bundesland mit der höchsten Bevölkerungsdichte Deutschlands hat sowohl was Anzahl als auch Gesamtfläche angeht die mit großen Abstand meisten Naturschutzgebiete Deutschlands. Warum sollte davon jeder Quadratmeter unverhandelbar sein? Seit wann gibt es keine Abwägungsprozesse mehr? Da wo viele Menschen sind gibt es ein berechtigtes Interesse zur Ausdehnung der Nutz- / Wohnflächen. Müsste man aufgrund der brillianten Ausgangslage des Naturschutzes in NRW nicht sogar gesprächsbereiter sein als woanders? Die sachliche Argumentation findet in der Öffentlichkeit nicht statt, weil die Aktivisten mit dem Kölner Stadtanzeiger durch die Villewälder spazieren und romantisch über Pilzesammeln in der Kindheit sinnieren und sich so ein emotionales Abo aufbauen. Das Phantasialand hält nichts dagegen und wird somit zum asozialen Kommerz Gegenpart stilisiert. Dabei wette ich, dass sich für jedes Ex-Villewald-Kind in NRW 10 Menschen mit ebenso positiv belegten Kindheitserinnerungen ans Phantasialand finden lassen. Eigentlich ist es die dümmste Strategie im Kampf gegen das Phantasialand auf Emotionen zu setzen, weil der Freizeitpark seit 50 Jahren spezialisiert darin ist Emotionen an Millionen von Besuchern zu verkaufen. Warum das die Geschäftsführung bis heute nicht für sich zu instrumentalisieren weiß, ist für mich eines der großen Rätsel was unseren Lieblingspark betrifft. Mach et, Robert.
  11. Philicious

    Neu 20XX: F.L.Y. [Diskussion]

    @Hector#14 Ich dachte vielleicht hast du ja irgendeine Idee im Hinterkopf (7.Drache?) an die ich nicht denke und für die die Eigenständigkeitsfrage eine Bedeutung gehabt hätte. Es gab ja auch genug andere, die sich diese Frage gestellt haben. Und mich interessiert einfach wieso. Die Aufteilung in Themengebiete und Unterbereiche funktioniert im Phantasialand auf der Erlebnisebene wunderbar selbsterklärend; auf der Papierebene hat man es sich selbst ein wenig unnötig schwer gemacht. Ist River Quest denn jetzt nun Teil von Klugheim oder nicht? Wo beginnt Fantasy und was davon ist Wuze Town (heißt es nicht eigentlich sogar Kleinstein)? Wie sah es damals bei Silver City und Mexico aus? Da die genaue Zuordnung schon immer ein bisschen Grau-Zone und deshalb für mich von untergeordneter Bedeutung war, hätten mich deine Hintergedanken - sofern vorhanden - zu der Einteilungsthematik interessiert. Zum Thema schnippischer Ton: Ja, ich habe bewusst schärfer geschrieben, weil ich aber auch deine vorhergehenden Antworten als etwas schmallippig und unnötig belehrend empfunden habe. In meiner Betrachtungswelt fand ich es etwas übertrieben wegen einer Aussage, die Rookburgh mit Berlin in Verbindung setzt, die "Fakten vs. Spekulations"-Keule rauszuholen. Grundsätzlich hast du ja Recht - Nein, es gibt keine offizielle Aussage über die Stellung des Themenbereichs - aber das Rookburgh auch irgendwie zu Berlin gehört, ist - finde ich - durch Lage und thematische Ähnlichkeit der Bereiche wirklich keine höchstspekulative Aussage mehr. Deshalb hab ich mir bei einem Nationalspieler (und meinem Kapitän!) auch mal erlaubt etwas härter dazwischen zu grätschen Ich hoffe du nimmst es sportlich. Vielleicht war es nur ein Missverständnis. Das ist aber genug Privatfehde und OT für diesen Thread. Aber auch mir war es wichtig unserem beidseitigen Internet-Passive-Aggressiveness-101-Exkurs ein Ende zu setzen.
  12. Philicious

    [Mexico] Chiapas - DIE Wasserbahn

    Glück gehabt Das ist finde ich ist ein sehr gutes Argument. Man muss immer beide Seiten betrachten und dass Systeme, die eine vergleichsmäßig größere Leistung erwirtschaften auch mehr Komplikationen mit sich bringen, ist etwas was man auf so gut wie alle Maschinen übertragen kann. Aber... ... das Argument finde ich zieht nicht. Der Käufer bestimmt die Vorgaben (schnellere Lifte, schnelle Weichen, Camelback etc) und der Hersteller/ Lieferant muss bestimmten ob und wie er das erfüllen kann. Wenn das dafür entworfene System anfälliger für Störungen ist, dann ist die Aufgabe eben auch nur unzufriedenstellend gelöst. Die nicht werkstofffreundliche Umgebung (schöner Ausdruck) kommt ja auch nicht erschwerend hinzu sondern ist bei einer Wasserbahn Grundvoraussetzung. Wenn mir deutlich früher als gedacht bei meiner Wasserbahn "Hardware" kaputt geht und der Hersteller, das mit Wasserschäden begründet, hätte ich Ihn gefragt was er eigentlich gedacht hat, was er da baut. Das ist denke ich soweit bekannt. Aber das heißt ja trotzdem nicht, dass die Bügellösung für die man sich am Ende entschieden hat, alternativlos war. Bspw. hätte man zu Lasten der Kapazität weniger Leute in einem Boot platzieren können und sich dafür für mehr Komfort entscheiden können. Viel schwerwiegender als mangelnder Komfort ist aber einfach die Tatsache, dass die Bügel - bei allen Booten - so schnell kaputt gingen und nicht mehr funktionstüchtig waren. Ich finde schon, dass das ein deutlicher Mangel ist. Anscheinend hat man nicht ausreichend für den Dauerbetrieb getestet oder sich eben für ein falsches System entschieden. Es ist letztlich auch sehr unglücklich, gerade wenn sicherheitsrelevante Systeme zu denen auch Rückhaltebügel gehören nach außen hin so deutlich nicht funktionieren. Das würde ich mir nicht mit "Prototyp"-Kinderkrankheiten-Erklärungen relativieren lassen wollen. Das muss einfach funktionieren. Mir gehts auch nicht darum Intamin zu bashen. Aber ich finde im Fall von Chiapas kann man nach 4 Jahren schon sagen, dass viel von dem was damals als besonders innovativ angepriesen wurde, hinten raus für Probleme gesorgt hat. Der Wasserkreislauf funktioniert ja anscheinend - im Gegensatz zu den letzten Jahren bei River Quest - reibungslos. Trotzdem bin ich glücklich so eine erstklassige Wasserbahn im Heimatpark zu haben. Aber mit den eigenen Kindern ist man ja am strengsten...
  13. Philicious

    [Mexico] Chiapas - DIE Wasserbahn

    Auf die Gefahr hin als Mecker-Ziege da zu stehen: Rückblickend muss man eigentlich schon sagen, dass die Prototyp-Nr. in diesem Fall schief gelaufen ist. Mir sind Log Flumes eigentlich nicht als super störanfällig bekannt (ich lass mich gerne eines besseren belehren), aber alles das was Intamin als Neuerung rein gepackt hat, funktioniert auch 4 Jahre später nicht so richtig. Die Doppelkettenlifte sind sehr anfällig - die letzten Jahre hatte es den ersten und den letzten Lift erwischt, diesmal ja anscheinend den in der Mitte. So ein Kettenriss, wie wir ihn ja mal gehabt haben, finde ich schwierig nach so einer kurzen Zeit mit Verschleiß zu erklären - auch wenn ich keine Ahnung habe. Man muss fairerweise sagen, dass die Ausfälle nicht allzu lange sind, aber in der Frequenz zu häufig. Über die zweite Neuerung - Boote & Bügelsystem - brauche ich in diesem Thread kein Wort zu verlieren. Es war zwar am Anfang deutlich schlimmer - aber das Bügelproblem ist ja anscheinend immer noch allgegenwärtig. Aber auch im funktionstüchtigen Zustand sind die Bügel keine Weiterentwicklung - Komforttechnisch unbestreitbar für einen Großteil der Besucher sogar eine deutliche Verschlechterung. Ein wenig schade für diese tolle Anlage. Aber wenn sie es bis jetzt nicht geregelt bekommen haben, wüsste ich nicht warum sich das mal ändern sollte.
  14. Philicious

    Neu 20XX: F.L.Y. [Diskussion]

    Warum beißt du dich darauf so fest? Ich verstehe auch gar nicht das Bedürfnis Rookburgh unbedingt eindeutig irgendeinem Themenbereich zuordnen zu müssen. Was ändert das? Kann man daraus irgendetwas ableiten? Warum ist das wichtig? Artworks und bisherige Thematisierung kann man schon als sehr starke Belege dafür nehmen, dass es eben ein Industrie/ Steampunk-Theming geben wird. Das kann man mit eigenen Augen sehen, da braucht es auch keine Pressemitteilng für und da haben wir die Spekulations-/ Vermutungsphase auch schon lange hinter uns. Man hat man thematisch etwas gewählt, welches perfekt zur Lage des Themengebiets passt - irgendetwas zwischen historisch- städtisch wie Alt-Berlin und verspielter Fantasy wie in Wuze Town. Was gibt es da nicht zu verstehen? Es ist offensichtlich ein Übergangsthema - ein bisschen von beidem. Ob das eigenständig bleibt; später einem bestehenden Themenwelt/gebiet/reich zugeordnet wird, oder zu 75% oder doch nur 52% Alt-Berlin zugehörig ist, ist doch sowas von egal. Es verliert doch auch keiner Schlaf darüber ob River Quest jetzt noch zu Klugheim gehört oder doch nur übergeordnet zu Mystery. Solange das optische und atmosphärische Gesamtbild inklusive Übergänge einheitlich ist, erklären sich die Gebiete doch auch von selbst. Und am Ende ist das doch besser so , als wenn man den Parkplan dabei haben muss um zu wissen, dass man im "Land der Vergessenen" steht, weil ein Park zwanghaft Themenbereiche definiert nur damit er welche hat.
  15. Philicious

    Neu 20XX: Spekulationen/Wünsche

    Perfekt zusammengefasst. Ich denke man sollte was Restauration aus Nostalgie angeht sehr, sehr vorsichtig sein. Es muss dafür Gründe geben, die über jeden Zweifel erhaben sind. Das ist wie beim Denkmalschutz: Wird es zu viel des Guten, passt irgendwann nichts mehr zusammen, man verliert den Anschluss an moderne Standards und alles wirkt wie ein totes Museum anstatt wie ein florierender Park. Natürlich liegt im Phantasialand derzeit eher das gegenteilige Problem vor: Nichts wird restauriert und man geht relativ unachtsam mit dem eigenen Erbe um. Das erklärt dann auch die Nostalgieversunkenheit der Hardcore-Fans - man wünscht sich immer das, was man nicht hat. Aber ganz ehrlich: 1001 Nacht wäre unfassbar deplatziert im aktuellen Park. Es wäre massiv erklärungsbedürftig, würde die Bahn noch stehen. Auch die Diskussionen in den Darkride-Threads dieses Forums zeigen; gerade bei Darkrides ist die Situation nochmal deutlich verschärfter als bei Achterbahnen: eine physiologische Reaktion wie ein Adrenalin-Kick der von einer Achterbahn ausgelöst wird ist zeitlos gegenüber den audiovisuellen Reizen einer Themenfahrt an denen man sich schnell satt sieht und an denen der Zahn der Zeit bedingt durch technologischen Fortschritt schneller anfängt zu nagen. Gerade das ist auch das Paradoxe: Die technische Entwicklung trägt zur Widerstandsfähigkeit und damit zur Langlebigkeit von Achterbahnen bei, sorgt aber bei Darkrides für schnellere Überalterung. Es ist bestimmt kein Zufall, dass es vor allem eine Entwicklung der letzten Jahre ist, dass Parks ihren teils 30 Jahre alten Achterbahn eine zweite Lebenszeit gönnen. Aber auch bei den Achterbahnen trifft im Phantasialand kaum eines der Fluorineer aufgeführten Kriterien zu: Historische Relevanz hat keine der Bahnen - auch die ehemalig längste Dunkelachterbahn der Welt strahlt das nicht aus; an Geldmangel leidet man gegenüber Platzmangel offensichtlich nicht und wirkliche Popularität sehe ich ungebrochen nur bei der Colorado Adventure. Ich hatte es woanders schon einmal geschrieben, aber ich denke der wichtigste Punkt ist es zu verstehen, dass Nostalgie primär eine Frage der Perspektive ist. Die Attraktionen an denen sich heute einige fest klammern wollen, sind die, die früher auch mal gebaut worden sind, weil man etwas Größeres, etwas Spektakuläreres haben wollte. Ich würde es mal so sehen: Anstatt sich aus alter Verbundenheit gegenüber Neuerungen zu verschließen, gönnt jüngeren Generationen, zu denen ihr auch mal gehört habt, auch das Erlebnis mit einer neuen Attraktion aufzuwachsen, groß zu werden und deren Abriss zu betrauern. Alle Dinge haben ihre Zeit und wenn man heutzutage ins Kino geht merkt man an den ganzen Film-Franchises, dass es auch mal besser ist eine Geschichte zum Ende kommen zu lassen. Ich ende mal wieder philosophisch: Das Streben nach Verbesserung hat nicht immer etwas mit mangelnder Wertschätzung, Gier oder Übersättigung zu tun, sondern bildet auch immer die Ambitionen und Träume der nächsten Generation ab. Den Versuch es besser zu machen, als man es vorgefunden hat. Diese Erneurungsversuche haben unter Robert Löffelhardt seit 2006 mit Eröffnung von Deep in Africa; und im Speziellen ab 2012 mit dem Abriss von Silver City; derart an Häufigkeit, Radikalität, aber auch an Treffsicherheit zugenommen, dass es nicht nur in Deutschland und Europa, sondern für ein privat geführtes Freizeitparkunternehmen auf der ganzen Welt seines gleichen sucht.
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