-
-
-
Die Sache mit der Erweiterung...
... von welcher Seite denn? Es gibt ja mittlerweile auch eine Pro-Initiative... Es sieht so aus als würde das PHL so langsam wirklich auch mal vorsichtig Öffentlichkeits- und Mobilisierungsarbeit leisten. Bin mal gespannt, wie nachhaltig das Ganze ist und wie gut sie das ausbalancieren. Es ist für mich alternativlos, dass sie endlich auch mal eine eigene Stimme entwickeln anstatt sich im Theater der Öffentlichen Aufmerksamkeit immer von den Aktivisten ohne Widerrede alles mögliche vorwerfen zu lassen. Wenn sie dabei aber auch zu forsch oder laut werden, könnte das wieder den gegenteiligen Effekt haben - was für mich auch der Grund ist, dass man das bisher eher im Hinterzimmer verhandeln wollte. Wenn die Gegenseite aber jetzt über Bürgerbegehren etc agiert - muss der Park da auch mit den Bürgern arbeiten, da führt ja kein Weg daran vorbei. Ich finde es aber auch nicht einfach. Meine Wahrnehmung: Eigentlich ist die Stadtgesellschaft in Brühl eher pro Phantasialand - die meisten bekommen die negativen Auswirkungen vor der Haustür ja gar nicht mit, für die ist das PL nur der größte Steuerzahler und das Aushängeschild - ich glaube, die sind eher positiv gesinnt. Der Zeitgeist hat sich schon auch ja ein Stück weit gedreht, insofern dass nicht jedem positiven geframeten Aktivisten-Narrativ blind gefolgt wird - den meisten ist schon klar geworden, dass es da nicht immer nur "um das Gute" geht, sondern um knallharte politische Interessensvertretung im Gewand des "Allgemeinwohls". Das Problem ist ja nur, dass sich in unserer politischen Landschaft Dinge einfacher verhindern lassen als Dinge zu beschließen. Von daher ist so ein Bürgerentscheid (und ich bin mir sicher, dass der kommen wird bei unserer politischen Entscheidungsschwäche) immer kritisch, weil sich die Leute zum Widerstand einfacher mobilisieren lassen. Ich kann mich nur wiederholen, ich wundere mich wirklich, dass so eine Entscheidung mit überregionaler Strahlkraft und Auswirkung alleine von Brühler Bürgern entschieden werden darf. Das ist keine Sache, die nur Brühl betrifft und in einem Industrieland wie NRW, wo alles dicht auf dicht sitzt, ist immer die Freude des Einen das Leid des Anderen. Wenn man aus persönlicher Betroffenheit alles prinzipiell blockiert, dann beschließt man Stillstand und damit Verfall. Die Wut darüber, dass in diesem Land nichts mehr beschlossen und umgesetzt werden kann, ist mir noch viel zu gering. Um es noch ein bisschen schärfer zu formulieren: das ist auch eine Auswirkung des demografischen Wandels: eine gewachsene Tyrannei der Alten gegenüber den Jungen. Mitmenschen, die zu Ihrer Blütezeit / Jugend extrem davon profitiert haben, dass die sich die Welt extrem entwickelt in den 60ern 70ern, Bauprojekte hochgezogen werden etc, frieren heute alles ein, weil jede Veränderung zur potentiellen Bedrohung des eigenen Lebensstandards und Wohlstands hochstilisiert wird. Daneben gehören neben den natürlich wichtigeren Infrastrukturprojekten (Energie, Schiene, Digitales) auch ausdrücklich die Förderung von Privatinitiativen wie dem Phantasialand - der Staat baut für gewöhnlich keine Freizeitanlagen. Brühl und seine Bewohner profitieren auch extrem von der Nähe zu Köln ohne direkt die Lasten des Großstadtlebens zu tragen. Wir sind von einer Gestaltungs- zu einer Bewahrungsgesellschaft geworden. Mal nur so als historisches Spiegelbild: Nahezu berüchtigt ist dazu die Aussage des damaligen Brühler Bürgermeister Robert Ehl bei der Gründung des Phantasialand: "Ihr seid ja wahnsinnig" - "aber macht mir ja nicht zu schnell Pleite."
-
-
-
-
[Mystery] River Quest
Das Phantasialand ist einfach seiner Zeit wieder voraus: Dass so ein Wasserfall nur ein Special Effekt ist, der kurz vom Durchfahren ausgestellt wird ist kalter Kaffee - die coolen Parks ziehen durch ;) Ich finde das ist dem Zustand 5 vor Entzug der Betriebserlaubnis. Kann mir vorstellen, dass das massiv Beschwerden hagelt, die nicht mehr mit "auf eigene Gefahr" und "das ist eben eine Wasserbahn" weg zu erklären sind.
-
-
-
-
-
-
Neu 20XX: Spekulationen/Wünsche
Auch wenn es nur ein Like ist, hat das für mich damit schon mehr Substanz als die GR-Gerüchte aus der Off-Season. Damals wurde einfach sehr viel reininterpretiert, was Text und Foto so direkt gar nicht hergegeben haben. Jetzt haben wir eine konkrete Spekulation, die von der "GF" geliked wurde. Würde mich allerdings immer noch nicht auf eine Attraktion festlegen wollen. Ich halte es immer noch für wahrscheinlich, dass da eine neue Eventlocation, eine weitere Food-Station oder Trampolin / Spielplatz hin kommt. Aber dass sich da jetzt was ändert und Rookburgh gewidmet wird, halte ich durch den Post für semi-bestätigt. Haben Parkverantwortliche sonst auf SM mit Likes auf Gerüchte reagiert? Ich halte eine Rookburgh Eventlocation für immer noch am wahrscheinlichsten. Obwohl mir gerade auffällt, dass das Phantasialand alle im Park befindlichen Eventlocations eigentlich aufgelöst hat - den Rittersaal in River Quest gibts nicht mehr und die Rotunde wird ja jetzt auch weggebaut... Dann platziere ich jetzt doch noch mal wieder meinen Standard-Wunsch: Walkthrough Special-Effects-Show! Referenz: Das alte Armageddon aus den Disney Studios. Habe ich als Kind geliebt. Die runde Special-Effects-Stage damals hatte wohl 300m² und jetzt ratet mal wie groß die Rotunde laut google maps ist: 300m² (20m Durchmesser). Würde thematisch super zu Rookburgh passen: Explodierende Rohre, Dampf, Kohle, Feuer. Leider sind die Dinger aber wohl sehr teuer im Unterhalt, fehleranfällig und verhältnismäßig "unbeliebt" . Armageddon hat vielen nicht gefallen und auch das Stitch Live! im Main Park im Paris gilt als historisch schlechteste Attraktion im Disney Imperium. Gut gemacht, sind das aber m.E. immer noch Alleinstellungsmerkmale. Aber da dafür auch immer ein Actor gebraucht wird und die in Brühl auch Mangelware sind, gebe ich meinem Wunsch eine Wahrscheinlichkeit von max. 5%.
-
-
-
-
-
Neu 202X: Angepasste Berlin Thematisierung
Wenn ich so auf die Fassade des Quantums schaue, frage ich mich, ob dieser versiffte Putz das deutsche Equivalent zu Disney's Go-Away-Green oder Bledning-Blue ist; ist ja quasi Camouflage für den 6 Monate währenden grauen Novemberhimmel, den wir in Deutschland haben. 😅
-
Sommersaison 2026
Weiterhin doch einige Aufhübschungsaktionen im Park, das macht Freude! Gerade die einfache Behebung von kleinen Schandflecken wie in der Colorado-Queue finde ich richtig stark.
-
-
-
-
-
Karls Erlebnisdörfer
Hallihallo, ich wollte nur mal einen allgemeinen Thread zu Karls aufmachen, weil sie ja schon länger wie wild expandieren und ein ganz interessantes Angebot / Geschäftsmodell haben. War einer von euch schon mal dort? Wie fandet ihr es? Glaubt ihr, das ist insgesamt ein Konzept, was dem Phantasialand "gefährlich" werden könnte? Die Zielgruppen sind mit Kindern und Familien natürlich noch etwas anders gelagert als in Brühl, aber die Idee greift ja durchaus auf etablierte Trends in der Branche zurück und ergänzt diese mit einem Ökö-Bauernhof-Flair, was glaube ich hierzulande sehr gut funktioniert und das Freizeitparkkonzept auch denen nahe legt, die die bunte Reizüberflutung sonst gerne als "Dauerkirmes" verunglimpfen. Zusammengefasst: Der Eintritt ist kostenlos, Tivoli-Konzept erlaubt vermeintliche Kostenkontrolle - stellt in der Branche ein günstiges "Kampfangebot" dar und gilt Vielen als günstige Alternative Attraktionen sind wenig komplex und voraussichtlich günstig in Anschaffung und Unterhalt, eher Karussells, dafür sehr hochwertig und einzigartig thematisiert (Pipi-Kaka-Rutsche) Viel Spielplatzangebote / Klettergerüste, tlw. überdacht / in Hallen, wie man es aus den Niederlanden kennt Die Dekorationsqualität ist generell sehr hoch - es wird viel mit "echten" Antiquitäten dekoriert, so wie Brühl und anderen Parks mit wertiger Deko Hochwertige Gastro-Angebote / Merchandise mit Live-Cooking / Live-Produktion; das Geld soll und wird primär hierfür ausgegeben Generell: Viel Ökö-Anstrich, Streichelzoo und interaktive Bauernhof-Angebote, z.B. das ursprüngliche Erdbeerpflücken, Kreativ-Werkstatt etc. Begrünungskonzept / Platzgestaltung empfinde ich eher als zweckmäßig, wenig oppulent (Rindenmulch ist omnipräsent) Starke Marke, klares Konzept mit hohen Wiedererkennungswert und Alleinstellungsmerkmalen Auf den ersten Blick unterscheidet sich das Angebot und Konzept stark vom Phantasialand, ich frage mich aber, wie der moderne Konsument das beurteilt und ob die Unterschiede stark ins Gewicht fallen. Ist dem Familienpublikum wichtig, ob die Achterbahnen von einem Premium-Hersteller kommen, oder reicht es auch wenn die Kinder Spaß an K2 von abc rides haben? Ist man mit dem heimischen Thematisierungs und Ökö-Erlebniskonzept "moderner" und "attraktiver" als der klassische energie-fressende, hyperaktive Themenpark? Wollen Eltern heutzutage noch mit ihren Kindern gemeinsam Abenteuer erkunden (s. Werbung Phantasialand & Disneyland) oder geht es heute mehr darum, Kinder fernab von digitaler Ablenkung zu bespaßen (und seine Ruhe zu haben während man sich selbst an der Gastro frönt). Ich frage mich ob Karls auf moderne Bedürfnisse besser und pragmatischer eingestellt ist und das bei einem nennenswerten Teil des Freizeitparkpublikums vollkommen ausreichend ist, sodass das Phantasialand als "überteuert" und "überflüssig" wahrgenommen wird. Natürlich werden Kinder auch älter und wachsen aus dem Erdbeerdörfer-Thema schnell raus, aber werden die noch vom klassischen Freizeitpark getriggert, so wie wir, die damit aufgewachsen sind? Besucher die früher aus dem Ruhrgebiet nach Brühl gefahren sind, fahren jetzt vielleicht eher zu Karls nach Oberhausen, weil es eben reicht. Kommen die auch irgendwann wieder nach Brühl oder sind die "für immer weg"? Was meint ihr? Ist Karls Konkurrenz oder Erweiterung des Angebots in der Themenparkbranche?
-
-
[Berlin] Residenz Theater
Man weiß ja noch nicht mal, ob das so billig war. Auch das Outsourcing nach Indien spricht für mich nicht automatisch dafür. Selbst der KI-Einsatz wird eher gemutmaßt (wenn auch nicht grundlos). Deshalb beunruhigt mich eher, dass sie die Freizeitpark-Kerndisziplin Storytelling nicht nur verweigern, weil sie angeblich absichtlich auf "story-lose" Immersion setzen, sondern das auch nicht können, selbst wenn es gefragt ist, wie bei einem Film. Unabhängig von der Produktionsqualität (die mMn ok ist) hätte schon sehr frühzeitig auffallen müssen, dass das auch für Kinderunterhaltung einfach eine sehr flache Story ist, das Pacing "off" ist und da für eine Eigenproduktion einfach ein sehr beliebiger Film entstanden ist, der überall hätte laufen können. Und bei den globalen Storyelementen wie Drehbuch, Figuren, Setting sehe ich schon auch den Auftraggeber in der Verantwortung und finde, dass sie da für Ihre eigenen Verhältnisse einen schlechten Job gemacht haben. Zum Thema Erwartungshaltung: Es ist nur ein 15 Minuten 4D-Film, keiner braucht dafür Filmpreise zu erwarten, aber einen Suspended Topspin stellen sie ja auch nicht beliebig auf die nackte Betonplatte, sondern machen da ne Show draus. Dieses "Extra-Meile" merkt man bei jedem einzelnen Fahrgeschäft, geht es aber um die Medienproduktion, wird es duster. Ich habe gleichzeitig Sehnsucht und Angst vor dem Tag an dem sie mal wieder einen Darkride bauen. Wenn das von der Rezeption her ein "Mausketiere" wird, wird das ein riesiges Groschengrab.
-
-
[Fantasy] Phenie's Shakes & Pancakes
Ohne das Schönreden zu wollen - Ist dem so? Uhrwerk: - Der Captain's Burger - 28,50 EUR! - Schaufel Pommes mit Mini-Burgern - 29,00 EUR! - Pastagerichte ab 20 EUR! Kohleschipper: - Durchschnittspreis 9,00 für ein Sandwich. Fällt da wirklich der Pfannkuchen mit Eis für 10 EUR so extrem aus dem Rahmen? ---- Versteht mich nicht falsch, ich finde die Referenzgerichte auch alle zu hochpreisig (auch wenn die Qualität gut ist), obwohl ich mich selbst habe vom Phantasialand umerziehen lassen: Ich gehe bei meinem Jahresbesuch mittlerweile fast immer in die Taverne - früher gab es eigentlich immer nur Currywurst vom China-Snack. Sie bräuchten einfach noch ein bisschen mehr echte Mahlzeiten im 10-15 EUR Bereich, die nicht zu abgehoben sind. Zur Verteidigung: Im urbanen Raum bekommst du m.E. aber auch noch kaum Mahlzeiten / Fast Food für unter 10 EUR, selbst bei Mittagsangeboten. Dafür finde ich die Preise bei Afrika / China / Schwanen-Snack angemessen. Der Unterschied ist einfach, dass das Phantasialand AUCH sehr hochpreisige Angebote hat (Uhrwerk, Cocorico, Phenies, Taverne). Ich kann mich auch nur wiederholen: Ich finde diese Süßkramberge - und vor allem den Trend Schokoriegel inflationär als Deko zu benutzen - einfach nur widerlich, aber leider, leider, leider scheint das ein Trend zu sein. WonderWaffle und Co haben es vorgemacht - es ist auch irgendwo die logische Gegenbewegung zum hyper-bewussten Ernährungsstil manch anderer Zeitgenossen - wegen mir hätte das Phantasialand aber nicht mitmachen müssen. Hinzu kommt: Das Wertigkeits-Argument, was die anderen Sit-Down-Restaurants liefern, bekommst du dann in einem Pfannkuchen-Restaurant auch nicht wirklich, der Mehraufwand geht eigentlich hauptsächlich in Richtung Optik. Ich würden den Familien aber vielleicht schon einen Olivenzweig reichen und mehr mit Menü-Kombinationen / Familien-/ Gruppen-Rabatten arbeiten. Wenn ich mir vorstelle, dass die vierköpfige Familie im Uhrwerk ohne Vorspeisen einfach mal gut und gerne 150 EUR liegen lassen kann ist das einfach drüber und ich verstehe nicht, warum man ein Burgerrestaurant derartig teuer macht. Bei der kleinen Tapasbar - geschenkt. Aber ein Burgerrestaurant mit mittlerer Kapazität? Ich kenn den Laden eigentlich auch nicht in voll, selbst wenn sich auf den Gehwegen alles drängelt.
-
-
[Fantasy] Phenie's Shakes & Pancakes
Dann Mea Culpa und ich fresse Kreide. @UP87 Wieder was dazu gelernt und Verkaufsverträge in der Gastro scheinen ja ein richtiges Sonderthema zu sein. Finde es aber schon interessant, dass die wirtschaftliche und rechtliche Bewertung eines Angebots ja komplett gegensätzlich sind, obwohl es der selbe Vorgang ist. M.E. wird in der rechtlichen Bewertung so getan als wäre ein Kaufvertrag in der Gastro frei verhandelbar, aber das ist er in der Praxis ja nicht. Spannend. Aber ja das Angebot im Phenies ist ein Thema für sich, im zweiten Jahr versuchen sie das ja noch zu verteidigen, aber ich würde mich wundern, wenn der den Test der Zeit übersteht.
-
[Fantasy] Phenie's Shakes & Pancakes
Also tut mir Leid, entweder verstehe ich das falsch, aber das kann ja so nicht ernst gemeint sein oder ich habe bei Angebot und Nachfrage was anderes gelernt. Selbstverständlich geht das Angebot vom Unternehmen aus und die Nachfrage vom Kunden, der für die Befriedigung seines Bedürfnisses (Hunger) zahlt. Eine Speisekarte ist keine Anforderung an den Kunden ein Angebot abzugeben, sondern selbstverständlich das konkrete Angebot an den Kunden. Wie kommt man auf sowas?
-
[Mexico] Talocan
Ich dachte immer die Ersatzteil-Problematik hatte sich durch den Vormarsch des 3D-Drucks entspannt, weil eben nicht mehr jedes potenzielle Teil auf Lager gehalten werden muss, sondern spontan produziert werden kann. 3D-Drucken kann man auch mit Metallen und in sehr großen Dimensionen. Auch wenn das nicht für alle Teile eine geeignete Lösung ist, habe ich irgendwie im Gefühl, dass das wegen der deutschen Bürokratie nicht geht, weil dann jedes individuell angefertigte Teil einzeln abgenommen und durch die Prüfung gehen muss. Trotzdem hätte ich irgendwie angenommen, dass es Unternehmen gibt, die sich auf diese Marktlücke stürzen bzw. die Hersteller selber die Technologie für sich nutzbar machen. Wie ist das denn wenn es keine Originalteile mehr gibt? Dann muss ich ja auf "unlizensierte" Drittware zugreifen. Irgendwelche Saab-Fahrer unter uns? :D Fände es schon cool, wenn Talcon bleibt, es ist auch irgendwo ein internationales Flatride-Aushängeschild, aber wenn die wirtschaftliche Betrachtung nicht stimmt, dann sollte man keine sentimentalen Entscheidungen treffen, sondern die Attraktion mit etwas ersetzen, was den Charakter von Talocan bestmöglich ersetzt. D.h. Thrillride in Form einer Mutprobe, die sowohl als immersives Fahrgeschäft als auch als "Show" für die Mutlosen funktioniert. Finde ich gar nicht so einfach bei dem super begrenzten Platz, erst recht, wenn man von HUSS weg will. Eine Non-Flatride-Alternative wäre eventuell ein Intamin Zac-Spin, obwohl der Footprint ne Ecke größer ist und die Kapazität geringer (jedoch mehr als wenn man Talocan nur zur Hälfte belädt).
-
Die Sache mit der Erweiterung...
Kenter ist da nur leider absolut unglaubwürdig. Natütlich expandiert der Park damit am Ende mehr Gäste kommen. Was soll das? Soll der Wirtschaftsexperte mal erklären, was er genau gegen wachsende Unternehmen in einer schrumpfenden Wirtschaft hat. Es wird Zeit, dass wir Bürgerbeteiligung bei öffentlichen Verfahren gewaltig zurückfahren. Dafür gibt es Parteien, die das regeln sollen. Sonst können wir wieder zurück ins Mittelalter, jeder mobilisiert seinen Mob und dann wird das auf dem Makrtplatz ausgekeilt. Aber dieser einseitige Müll dient nur dazu einer Minderheit ein vollkommen falsches Gefühl davon zu vermitteln im Recht zu sein. Dieses Hochjazzen der Phantasialanderweiterung auf Rechts-Links-Narrative (Kommerz gegen Natur; Klimawandel; Konzerne gegen Bürger) passiert einseitig und gehört absolut geächtet. Was sich da eine Gruppe von Leuten leistet, von denen der Großteil Ü50 ist und es besser wissen müsste, ist grenzenlos unverschämt. Brühl tut so als sei es ein kleines UNESCO-geschütztes Bergdorf im Allgäu und nicht eine mittelgroße Stadt in der größten Metropolregion Europas (NRW). Diese Leute brauchen massives Pushback.
-
Die Sache mit der Erweiterung...
@Greiss92 Danke dir für deine Antwort und das noch als ersten Beitrag! Fühle mich geehrt 🥰 Für mich bleibt eigentliche Frage nicht nur, ob das Phantasialand zusätzliche Fläche bekommt, sondern ob die Erweiterung ohne ein neues Verkehrs- und Straßenkonzept überhaupt sinnvoll gedacht werden kann, bzw. Grundlage für die Genehmigung ist. Ich hatte damals auch nochmal ein bisschen recherchiert und bin auf folgende Infos zu den Themen Baurecht, Verwaltungsrecht und Straßenverlegungen gestoßen: Öffentliche Straßen können aufgelöst ("eingezogen") werden, wenn sie ihre Verkehrsbedeutung verlieren und die entstandene Fläche kann privat veräußert und bebaut werden. Klingt erstmal logisch, kenn ich aus der Praxis aber kaum Beispiele für. Eher verrotten alte Straßen irgendwo, als dass die Flache umgewidmet wird (z.B: Alte Brühler Landstraße Köln-Meschenich oder die alte A555). Jetzt beginnt der Deep Dive: Im Flächennutzungsplan (der vorgelagert zum Bebauungsplan erstellt wird und im Prinzip ein "grober Bebauungsplan" ist) sind meinem Verständnis nach Ortsstraßen (d.h. Straßen die innerhalb einer Gemeinde verlaufen) in der Regel keine eigenständig markierten bzw. geschützten Flächen. Das ist bei Autobahnen, Bundesstraßen und überregionalen Verbindungsstraßen anders. Das heißt das Verkehrskonzept bzw. die Flächenerschließung erfolgt getrennt vom FNP. Aktuell arbeitet das Phantasialand aber noch an einer Änderung des FNP und muss deshalb kein Verkehrskonzept vorlegen (mehr dazu unten). Die Pläne, die öffentlich einsehbar sind, und hier als Screenshots auch schon oft geteilt wurden sind der Flächennutzungsplan, NICHT der Bebauungsplan, der nicht öffentlich ist. Die relevanten Fragen, die aktuell für eine Änderung des FNPs geklärt werden, sind, ob das NSG nach Rechts- und Verfahrensgrundlagen überhaupt verkauft werden darf (setzt Zustimmung von Land und Kommune voraus) und ob der Verkauf im Einklang mit Naturschutzvorgaben passiert. Da steht europaweit der Naturschutz vor dem Baurecht. Das heißt sehr salopp ausgedrückt: Wenn du als Privatunternehmen / Privatperson ein Stück Natur erwerben möchtest um es zu bebauen, wird erst geschaut ob der Eisvogel, der da vorher gewohnt hat auch ein anderes Zuhause bekommt, bevor sich überhaupt einer dafür interessiert, was du da überhaupt hinbauen willst. Wo sich die Katze in den Schwanz beißt ist natürlich, dass die Zustimmung der Kommune zu einer Änderung des FNP maßgeblich von Konzepten abhängig ist, die erst nachgelagert im Bebauungsplan final geregelt werden. Deshalb wird im Falle des Phantasialands ein Parallelverfahren verfolgt, wo man beide Sachen gleichzeitig angeht und genehmigen will - obwohl rein verfahrenstechnisch die Änderung des FNP immer noch vorrangig behandelt werden muss. Die politische Diskussion spielt sich auf Höhe des FNP ab - darf ein Naturschutzgebiet erstmal bebaut werden, wird es defacto abgeschafft und die Schlacht (vorbehaltlich des Ausgangs der zu erwartenden Einspruchsverfahren) ist erstmal geschlagen. Obwohl das Phantasialand dann immer noch kein Baurecht hat. Das erhält es erst mit der finalen Aufstellung des Bebauungsplans, wo dann parzellengenau Grundstücke / Zufahrten / Wege etc geregelt sind. Schlimmer noch: Mit der Änderung des FNP werden allerdings auch die Behörden nicht dazu verpflichtet, die so bestimmte "bauliche Veränderung" herbeizuführen; die Kommune kann nicht gezwungen werden den Bebauungsplan nach geändertem FNP auch umzusetzen, sie kann das Vorhaben zur Änderung des Bebauungsplans auch einfrieren. Daraus ergeben sich politische Spielräume für die Ausbaugegner auch nach Änderung des FNP. Denkt euch an dieser Stelle einen Rant über die fehlende Verbindlichkeit in unserer Politik und Gesetze, die Anreize für Stillstand anstatt für Fortschritt setzen. So jetzt zum Thema möglicher Wegfall / Bebauung Berggeiststr und Lenterbachweg: Wie in meinem vorherigen Post beschrieben, hätte der Wegfall der Berggeiststraße sowohl für das Phantasialand als auch für die Gemeinde Brühl richtig Potenzial und muss eigentlich zwingend Teil einer Lösung sein, wenn sowohl Lärm- als auch Verkehrstechnisch die Park-Infrastruktur von der kommunalen Infrastruktur nachhaltig getrennt werden soll. Der Park wird nicht länger eingeschnürt und kann Anfahrten nach seinem Gusto regeln, die Anwohner oder Pendler müssen sich in den Rush Hours nicht in den Touristenverkehr stellen / es fährt niemand mehr "Abkürzungen" durch Walberberg. Der Straßenrechtliche / Baurechtliche Hebel, den ich bei einer Verlegung der Berggeiststr und dem Lenterbachweg als äußerst relevant bewerte ist das Argument der "verlorenen Verkehrsbedeutung". De facto ist der Lenterbachweg schon heute durch Abpollerung des Wohngebiets eine zu 100% rein privatwirtschaftlich genutzte Zufahrtsstraße für die Parkplätze. Selbiges gilt in abgespeckter Form für die Berggeiststraße die zu 95% durch Touristen oder Angehörige des Phantasialands benutzt wird. In der Theorie hat diese Straße allerdings noch Restbedeutung als Verbindungsstraße, da sie die Ortschaften Badorf und Walberberg verbindet und wäre damit besonders geschützt; auf der anderen Seite hat sie diese Wirkung in der Praxis auch schon lange verloren, auch hier wurde eine Abpollerung schon oft besprochen und teils seitens der Anwohner gewünscht. Heißt im Staus Quo: Im Endeffekt kommt die klamme Stadt Brühl für die Wartung und Instandsetzung von Straßen auf, die mit großem Abstand rein privatwirtschaftlich genutzt werden - da entsteht für mich Verhandlungsspielraum, den es auch rechtlich mit dem Abschluss eines Städtebaulichen Vertrags gäbe. Ein möglicher Deal könnte so aussehen, dass das PHL neue Ersatzstraßen um die (neue) Parkfläche baut und zukünftig für die Wartung aufkommt, die Kommune aber den neuen Autobahnzubringer. Ich empfände das als sehr saubere Lösung. Die offenen Knackpunkte: Im Parallelverfahren versucht man, wie bereits gesagt, alles in einem Rutsch zu genehmigen. D.h. alle Gutachten etc, die ich brauche um den Bebauungsplan genehmigt zu bekommen, muss ich schon mitbringen bevor überhaupt klar ist, ob ich die Baufläche gemäß FNP überhaupt bekomme. Bedeutet natürlich ein hohes Risiko für den Antragssteller, im Bestfall aber einen beschleunigten Entscheidungsprozess. Vor diesem Hintergrund macht es für mich überhaupt keinen Sinn, dass der Bürgermeister behauptet, dass das Phantasialand gar nicht genau gesagt hat, was sie auf die NSG-Fläche bauen wollen, weil sie das verfahrenstechnisch im Parallelverfahren müssen. Ich finde es schwierig zu deuten, was das wohl heißen mag. Die Erschließung der NSG Baufläche geht meines Erachtens nur mit einer Überarbeitung des Straßen- und Verkehrskonzepts. Selbst in den uralten Erweiterungsplänen führt ein neuer Zubringer durch das jetzige NSG, auf den selben Plänen wurden aber auch neue Parkflächen entlang der Phantasialandstraße eingeplant, die es in keinem Fall geben wird. Auch hier fragt sich, wie das zusätzliche Verkehrs- und Parkvolumen aufgefangen soll, ohne Neubau von Parkflächen und Zugangsstraßen oder zumindest ohne Vorlage eines neuberechneten Verkehrskonzeptes auf Basis der alten Infrastruktur. All das SCHREIT eigentlich nach einer großen Lösung, die auch eine Straßenverlegung beinhaltet, nur dass es bis jetzt 0,0% Anzeichen dafür gibt. Natürlich ließe sich auch ein neuer, riesiger Parkplatz auf dem alten P1 ohne Straßenverlegung bauen, was aber bedeuten würde, dass Ausfahrt, Phantasialandstraße und Berggeiststraße als einspurige Straßen und einzige Parkzufahrt voraussichtlich das doppelte Verkehrsaufkommen bewältigen müssten, was ich als mutig empfinde. Natürlich ist das ein klassischer Fall von "da wünscht sich jemand etwas so sehr, dass er sich die Argumente zurecht konstruiert", aber ganz ehrlich, ich wundere mich rückblickend doch sehr stark, dass die ganze Erweiterungs- und "Einschnürungs"thematik jahrzehntelang besprochen wurde OHNE, dass die Straßen, die die das Parkgelände einschnüren, jemals stark thematisiert worden wären, dabei ist das absolut unüblich, dass öffentliche Straßen durch einen Freizeitpark führen. Das gibt's selbst bei Stadtparks und Tivolis nicht. Und in Brühl soll sich die Parkfläche fast verdoppeln, aber die teilenden Straßen in der Mitte bleiben bestehen? Anyways...Thanks for coming to my TED talk.
-
Neu 202X: Angepasste Berlin Thematisierung
Welcher User hat hier vor 1-2 Jahren aus dem Nichts diese Themenbereich-Portal-Diskussion aufgemacht ("Alle Bereiche sollten eine Übergang haben wie Rookburgh")? Ich habe rückblickend die Vermutung, dass das ein Doppelagent war 😜 Diese Afrika-Berlin, Mexiko-Brücken und Fantasy-Übergang-Umgestaltungen sind schon sehr aufwendig dafür, dass da jetzt nicht unbedingt ein Hahn nach gekräht hätte.
-
[Diskussion] Wartezeit im Park
@flaffstar Ist dir denn gar nichts angeboten worden? Also monetäre Entschädigung bzw. Schadensersatz fände ich zwar auch etwas übertrieben - wer hat noch nicht in einer Warteschlange gestanden als eine Bahn eine Störung hatte - aber der von dir beschriebene Umgang ist halt auch wieder schlecht. Meine Erwartungshaltung wäre, dass die Ride Ops innerhalb von max 10-15 Min. feststellen, ob es sich um eine längere Störung handelt oder nicht und dies den Gästen umgehend mitteilen und bei längeren Wartezeiten (alles über 30 Min.) die Warteschlange räumen und Fast Passes als Entschädigung fürs Anstehen verteilt werden. Ich meine so wurde das zumindest bei Evakuierungen in Brühl gehandhabt.